Selfio Haustechnik Shop

Durchlauferhitzer für die Dusche – Dezentrale Lösung (nicht nur) für Warmduscher

In zahlreichen Haushalten und Wohnungen kommt ein Durchlauferhitzer zum Einsatz, um das Wasser für die Dusche zu erwärmen. Doch wie findet man das ideale Gerät für die eigenen Bedürfnisse?

Das Wichtigste zuerst

  • Durchlauferhitzer erzeugen Warmwasser genau dann, wenn es benötigt wird – ohne Speicher und ohne Wärmeverluste.
  • Für die Dusche eignet sich ein leistungsstarkes Gerät ab mindestens 18 kW, empfohlen sind 21–24 kW.
  • Elektronische Durchlauferhitzer arbeiten besonders präzise und halten die Temperatur konstant.
  • Die richtige Gerätewahl richtet sich nach Wasserdurchfluss, gewünschter Temperatur und Anzahl der Personen im Haushalt.
  • Ein Durchlauferhitzer ist ideal für dezentrale Warmwasserversorgung, besonders in Wohnungen, Altbauten oder bei langen Leitungswegen.
  • Für ein angenehmes Duscherlebnis sollte die Leistung zum Duschkopf und Wasserdruck passen.

Funktionsweise eines Durchlauferhitzers

Ein Durchlauferhitzer ist ein Gerät zur Erzeugung von Warmwasser, das das Wasser erst dann erhitzt, wenn es benötigt wird. Kaltes Wasser fließt an der Entnahmestelle durch einen Wärmetauscher, der elektrisch betrieben wird. Die Wärme wird vom Wärmetauscher auf das Wasser übertragen. Anschließend strömt warmes Wasser aus dem Gerät und kann zum Duschen, Kochen oder Waschen verwendet werden.

Im Haushalt gibt es hauptsächlich zwei Arten von Durchlauferhitzern: elektronische und hydraulische. Sie unterscheiden sich in der Art, wie sie das Wasser erhitzen.

Hydraulische Geräte nutzen einen mechanischen Differenzdruckschalter, der kontinuierlich den Durchfluss und den Wasserdruck überwacht. Treten Druckunterschiede auf, gibt er das Signal zur Wassererwärmung.

Elektronische Durchlauferhitzer verwenden Sensoren zur Messung der Kaltwassertemperatur und des Durchflusses. Anhand dieser Werte passt das Gerät die Heizleistung präzise an.

Welche Leistung braucht ein Durchlauferhitzer für die Dusche?

Ein Durchlauferhitzer für die Dusche mit ausreichender Leistung ist entscheidend, um das Wasser schnell und konstant auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Bei einem zu schwachen Gerät kann es vorkommen, dass das Wasser erst nach einiger Zeit warm wird oder nicht konstant warm bleibt, wenn man die Dusche aufdreht. Dies kann zu einem unangenehmen Duscherlebnis führen.

Durchlauferhitzer sind mit Leistungen von 18, 21, 24, 27 und 33 Kilowatt (kW) erhältlich. Ein 18-kW-Gerät kann normalerweise zehn Liter Wasser pro Minute auf eine angenehme Temperatur erwärmen, was für die Dusche eine ausreichende Warmwasserversorgung darstellt. Die meisten Duschköpfe haben jedoch einen höheren Wasserdurchfluss, oft zwölf Liter pro Minute. Daher empfiehlt es sich, bei der Leistungsberechnung zu einem Gerät mit höherer kW-Leistung zu greifen, um die Wassertemperatur auf 40 Grad Celsius zu erhöhen. Am besten vergleicht man dazu den Wasserdurchfluss des Duschkopfs mit der Leistung des Durchlauferhitzers.

Die Mindestleistung für einen Durchlauferhitzer für die Dusche beträgt 18 kW. Es wird jedoch empfohlen, direkt zu einem Gerät mit 21 kW oder 24 kW Heizleistung zu greifen, da es andernfalls dazu führen kann, dass das Wasser langsamer warm wird und möglicherweise nicht konstant warm bleibt – insbesondere, wenn die Dusche voll aufgedreht wird.

Die höhere Leistung kann auch dann sinnvoll sein, wenn im Haushalt eine größere Anzahl von Wasserentnahmestellen und Personen vorhanden sind und die Zapfstellen gleichzeitig verwendet werden. Wasserentnahmestellen sind neben der Dusche auch die Waschbecken. Wenn die Leistung für die benötigte Wassermenge zu gering ist, können Temperaturschwankungen auftreten.

Vorteile und Nachteile eines Durchlauferhitzers für die Dusche

Durchlauferhitzer bieten im Vergleich zur Alternative der dezentralen Warmwasserbereitung über Warmwasserspeicher (Boiler) einige Vorteile, wenn sie für die Dusche verwendet werden. Zum einen erwärmt das Gerät das Wasser sofort, wenn man den Wasserhahn aufdreht. Dadurch bleibt die Wassertemperatur immer konstant, unabhängig von der Wassermenge, die man verbraucht. Daher benötigen Durchlauferhitzer keinen Warmwasserspeicher.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Durchlauferhitzer das Wasser nur dann erwärmen, wenn man unter der Dusche steht. Dies verhindert die Bereithaltung von Warmwasser, auch wenn die Dusche nicht benutzt wird. Im Gegensatz dazu bleiben bei Boilern Warmwasservorräte im Tank stehen, wenn gerade kein Warmwasser benötigt wird, die sich dann allmählich abkühlen und somit ständig wieder aufgeheizt werden müssen. Dies verursacht einen unnötigen Energieverbrauch und kann die Energieeffizienz mindern. Mit einem Durchlauferhitzer wird das Warmwasser dagegen nur dann erzeugt, wenn man es benötigt, was ressourcenschonender ist.

Außerdem gibt es bei Durchlauferhitzern kein Risiko bezüglich Legionellen, da das Wasser auf hohe Temperaturen erhitzt wird und Legionellen stehendes, warmes Wasser benötigen, um sich optimal zu vermehren. Da Durchlauferhitzer das Wasser nur dann erwärmen, wenn der Warmwasserhahn geöffnet ist, ist die Wahrscheinlichkeit einer Legionellenbildung äußerst gering. Dies stellt einen klaren Vorteil gegenüber anderen dezentralen Warmwasserbereitungssystemen dar.

Ein weiterer Vorteil: Durchlauferhitzer lassen sich auch an weiter entfernt liegenden Zapf- und Entnahmestellen installieren. Dies erhöht die Flexibilität des Systems und ermöglicht es, Warmwasser dort verfügbar zu machen, wo es benötigt wird, ohne den Bedarf an zusätzlichen Warmwasserleitungen oder großen Warmwasserspeichern.

Dennoch gibt es auch einige Nachteile bei der Verwendung von Durchlauferhitzern. So benötigt jeder Durchlauferhitzer einen eigenen Stromanschluss. Dies muss bereits bei der Planung des Stromnetzes berücksichtigt werden.

Hinzu kommt, dass bei Mehrpersonenhaushalten die erwärmte Wassermenge unter Umständen nicht ausreicht: Wird also gerade geduscht und jemand entnimmt an einer anderen Zapfstelle ebenfalls warmes Wasser, kann es vorkommen, das mit kaltem Wasser weitergeduscht werden muss (wenn keine weiteren Durchlauferhitzer an jeder Entnahmestelle installiert sind).

Auch das Aufheizen des Wassers dauert bei Durchlauferhitzern mitunter etwas länger. Benötigt man ausschließlich warmes Wasser, fließt somit anfangs kaltes Wasser ungenutzt die Rohre hinunter.

Fazit

Ein Durchlauferhitzer für die Dusche ist eine praktische Lösung zur Erzeugung von Warmwasser, da er das Wasser erst dann erwärmt, wenn es benötigt wird. Bei der Auswahl des passenden Geräts ist die Leistung entscheidend, um das Wasser schnell und konstant auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Die Mindestleistung für einen Durchlauferhitzer für die Dusche beträgt 18 kW, jedoch wird empfohlen, ein Gerät mit 21 kW oder 24 kW Leistung zu wählen, um optimale Ergebnisse zu erzielen, insbesondere wenn mehrere Wasserentnahmestellen gleichzeitig genutzt werden.

Moderne Durchlauferhitzer entdecken

FAQ zum Durchlauferhitzer für die Dusche

Wie funktioniert ein Durchlauferhitzer überhaupt?

Ein Durchlauferhitzer erhitzt das Wasser direkt im Moment des Verbrauchs. Kaltes Wasser strömt durch einen integrierten Wärmetauscher, der elektrisch betrieben wird. Sobald das Gerät den Wasserfluss erkennt, wird die Heizleistung zugeschaltet und das Wasser erreicht innerhalb weniger Sekunden die gewünschte Temperatur – ohne Warmwasserspeicher und ohne Vorlaufzeiten.

Welche Leistung braucht ein Durchlauferhitzer für die Dusche?

Für ein komfortables Duscherlebnis sollte ein Durchlauferhitzer mindestens 18 kW haben. Bei gängigen Duschköpfen mit ca. 10–12 l/min sind jedoch 21 kW oder 24 kW empfehlenswert, um eine konstante Temperatur von etwa 40 °C sicherzustellen – auch wenn man die Dusche voll aufdreht.

Was ist der Unterschied zwischen elektronischen und hydraulischen Durchlauferhitzern?

Hydraulische Geräte reagieren mechanisch auf Druckunterschiede und können die Temperatur nicht exakt halten. Elektronische Durchlauferhitzer messen Temperatur und Durchfluss per Sensoren und passen die Heizleistung stufenlos an. Das sorgt für höheres Energieeffizienz, bessere Temperaturstabilität und mehr Komfort – besonders in der Dusche.

Warum ist die richtige Leistung so wichtig?

Ist das Gerät zu schwach, wird das Wasser zu spät warm oder bleibt beim Duschen nicht konstant warm. Je stärker der Durchlauferhitzer, desto stabiler die Temperatur – auch bei höheren Durchflussmengen oder wenn mehrere Personen im Haushalt duschen.

Reicht ein 18‑kW‑Durchlauferhitzer für die Dusche aus?

18 kW können ausreichen, wenn der Duschkopf einen moderaten Durchfluss hat (10 l/min) und keine weiteren Zapfstellen gleichzeitig genutzt werden. Für die meisten Haushalte und modernen Duschköpfe ist jedoch 21–24 kW die sicherere Wahl.

Kann ein Durchlauferhitzer mehrere Zapfstellen gleichzeitig versorgen?

Ja, das ist möglich – vor allem bei Geräten mit höherer Leistung (ab 21–24 kW). Allerdings sinkt die Temperaturstabilität, wenn mehrere Entnahmestellen gleichzeitig viel Warmwasser benötigen. Für reine „Dusch‑Durchlauferhitzer“ empfiehlt sich daher ein dezentrales Gerät direkt im Badezimmer.

Wann ist ein Durchlauferhitzer für die Dusche besonders sinnvoll?

Vor allem bei: 

  • Wohnungen mit langen Leitungswegen 
  • Altbauten ohne zentrale Warmwasserversorgung 
  • Modernisierungen ohne großen Installationsaufwand 
  • Haushalten mit unregelmäßigem Warmwasserbedarf 

Ein Durchlauferhitzer spart Energie, da nur die tatsächlich benötigte Wassermenge erwärmt wird.

Wie schnell liefert ein Durchlauferhitzer warmes Wasser?

Ein elektronischer Durchlauferhitzer liefert praktisch sofort warmes Wasser, sobald man die Dusche aufdreht. Es müssen keine Wassermengen vorgespült werden, und das Gerät reagiert sehr schnell auf Temperaturänderungen.

Muss ein Durchlauferhitzer zwingend von einem Elektriker installiert werden?

Ja, leistungsstarke Geräte ab 18 kW benötigen einen 400‑V‑Starkstromanschluss, der fachgerecht installiert und abgesichert sein muss. Deshalb ist die Installation durch eine Elektrofachkraft verpflichtend und sicherheitsrelevant.